HiStory

"Begeben wir uns auf den Weg einer neuen, weil weiterentwickelten Kunst, die uraltem Wissen entspringt!"

Damals

Gegen Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts gelangen die asiatischen Kampfkünste nach Europa, und das auf sehr unterschiedlichen Wegen, wie wir am deutschen Beispiel erkennen können.

1. Europäer bereisen Asien und bringen deren Kampfkünste mit nach Hause.

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Der Medizinprofessor Dr. Erwin Bälz lehrte zwischen 1876 und 1905 an der Universität in Tokyo als er das Jiu-Jitsu kennenlernte und sich gleich dafür begeisterte. Er lernte vom japanischen Meister Totsuka, um es dann selbst an seine Studenten weiterzugeben. Einer seiner Studenten war der junge Jigoro Kano, dem späteren Begründer des Judo. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland warb Prof. Dr. Erwin Bälz unermüdlich für das Jiu-Jitsu.


2. Der militärische Nahkampf engagiert und integriert, weil`s und was funktioniert.

Während eines japanischen Flottenbesuches in Kiel wohnte Kaiser Wilhelm II. einer Jiu-Jitsu-Vorführung japanischer Matrosen bei.  

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Der deutsche Kaiser war derart fasziniert, dass er sogleich um japanische Jiu-Jitsu-Lehrer warb und anordnete, diese Nahkampfmethode der Samurai in den militärischen Nahkampf zu integrieren.

Agitaro Ono war der erste offizielle japanische Jiu-Jitsu-Lehrer in Deutschland. Er unterrichtete an der Militärakademie in Berlin-Lichterfelde. Weitere japanische Meister, die im deutschen Kaiserreich unterrichteten, waren Katsuguma Higashi, Yokio Tani und Raku Unishi. Nun war das kulturelle Eis gebrochen und in den nachfolgenden Jahren und Jahrzehnten nahmen auch andere asiatische Kampfstile und neben den europäischen Einfluss auf die militärische Nahkampfausbildung.

3. Einzelne lernen von hiesigen Meistern und verbreiten ihre Kunst.

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In diesem Zusammenhang muss der Altmeister Erich Rahn (1885 - 1973) erwähnt werden. Er erlernte das Jiu-Jitsu von dem bereits erwähnten Japaner Katsuguma Higashi und eröffnete 1906 in Berlin-Mitte seine eigene Schule. 

Ab 1910 unterrichtet Erich Rahn bei der Polizei und ab 1913 auch beim deutschen Militär. Seine Selbstverteidigungskunst darf als ein europäisiertes Jiu-Jitsu bezeichnet werden.

4. Vom europäischen plus asiatischen Nahkampf zur Eurasischen Nahkampfkunst!

Gerade im militärischen Nahkampf sind nicht Herkunft sondern Wirkung und Leistung entscheidend. Altbewährtes wird deshalb nicht einfach verworfen, sondern vielmehr durch das Neue sinnvoll ergänzt. Weswegen der militärische Nahkampf das Fundament der eurasischen Nahkampfkunst Mil Naka Do bildet.

Über mich

Ohne Titel

"Ich unterrichte Mil Naka Do, weil ich diese Leidenschaft und Begeisterung gerne mit anderen Menschen teile!"

Auf meinem Weg vom Kampfkunstschüler über das Militär, und dort als Offizier und Nahkampfausbilder, hin zum Mental- und SelbstVerteidigungstrainer lag ein Moment, der mir als meine natürlichste Handlung und Aufgabe erschien. Es war die Begründung der Eurasischen Nahkampfkunst im Jahre 1998. 

MilNakaDo ist weit mehr als effektive Nahkampfmethode. MND ist eine Heimat für alle Krieger des Lichts und ein Weg der geistigen, körperlichen und emotionalen Weiterentwicklung.

Krieger des Lichts.